Karate Do

 

Shotokan Karate Do


Japanisches Karate

Kara   = Leer
Te       = Hand
Do      = Weg

„Der Weg der leeren Hand“

Shoto   = Künstlername von Gichin Funakoshi
Kan      = Haus


Die Ursprünge dieser waffenlosen Kampfkunst sind in China (ca. 520 n Chr.) zu suchen, von wo aus sie sich nach Okinawa verbreitet hat. Dort bildete sich das Naha- Te, der Ursprung des Karate. Prägend waren die Zeiten, als Okinawa besetzt war und Waffen verboten wurden, so dass sich die Bevölkerung mit leeren Händen gegen die Willkür der Besatzungskräfte verteidigen musste.

Shotokan Karate Do wurde von Gichin Funakoshi (1869 – 1957) entwickelt. Er selbst lernte von seinen Meistern Yasutsune „Ankô“ Itosu und Ankô Azato. Diese waren mit seiner Weiterentwicklung einverstanden und unterstützen ihn auch, als er auf Geheiß des Tenno (Kaiser) nach Japan ging und dort sein Karate vorstellte. 1922 gründete er die erste Karate- Schule in Tokio und erreichte, dass Karate Pflicht an den Universitäten wurde, da er besonderen Wert auf die erzieherischen Aspekte legte. Neben Schlag- und Tritttechniken vermittelte bereits Funakoshi Handlungsmaxime, die auf Respekt, Verantwortung, Disziplin und Kontinuität fußen. Diese Kampfkunst geht somit über eine Bewegungslehre weit hinaus.
Durch die Formulierung der Nijukun- 20 Regeln, schuf er einen moralisch- philosophischen Rahmen für die Ausbildung der Karateka. Karate Do versteht sich ausdrücklich nicht als ein Sport. "KARATE NI SENTE NASHI"- " Es gibt keinen Angriff im Karate", lautet eine der 20 Regeln.

Funakoshi betonte stets, dass es für ihn nur ein Karate gäbe, das beide Ursprungsschulen, die Shorin- Ryu und die Shorei- Ryu miteinander verbindet, um die Vorteile beider Schulen zu nutzen und die Nachteile auszugleichen. Ebenso vertrat er die Ansicht, dass sich Karate weiterentwickeln müsse, um den sich verändernden Anforderungen gerecht zu werden.

Bestandteile des Trainings sind:

  • Kihon, die Grundschule, die Körperhaltung und Basis an Techniken schafft
  • Kata, ein vorgeschriebener Ablauf von Techniken, der den Kampf stilisiert
  • Bunkai, Anwendung der Kata
  • und Kumite, Partner- und Kampfübungen.

Diese Inhalte machen Karate Do zu einem komplexen System.

Karate Do im NIBUKAI ist Bestandteil des traditionellen Trainings. Unser Schwerpunkt liegt im Vermitteln von Haltung im körperlichen und geistigen Sinn. Die geschieht vor allem durch die Kata, die seit den Zeiten der Geheimhaltung auf Okinawa als „Verschlüsselung“ alles enthält, was Karate ausmacht.

 

Karate Do im NIBUKAI:

Montag und Mittwoch, 18:30 Uhr bis 19:30 Uhr

Literaturempfehlung

 

"Karate- dô Mein WEG"

Gichin Funakoshi

Werner Kristkeitz Verlag, Heidelberg- Leimen 1993

ISBN 3921508940

 

 

 

 

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