Auf ein Wort zur Situation im Dojo

COVID-2- Verordnung und das NIBUKAI


Liebe Mitglieder!

Seit über einem Monat ist das NIBUKAI geschlossen. Da weder drinnen noch draußen "Sport" erlaubt ist, findet keinerlei Unterricht statt. Wir hoffen damit unseren Teil bezutragen, dass die Auswirkungen der COVID-2-Pandemie so glimpflich wie möglich verlaufen. Da wir noch kein Ende absehen können, berichten wir Euch heute mal was wir so tun:

Christian arbeitet in einem Unternehmen, dessen Produkte immer noch sehr gefragt sind- nein, es ist nicht Hakle :-) und kann im Grunde genommen 24/7 durchschaffen. Zum Glück tut er das nicht und ist ansonsten gesund und munter.

Gabi sitzt seit Beginn der Sperre täglich 6- 8 Stunden im Büro. Tatsächlich fragt sie sich momentan, wie sie das alles bisher "nebenbei" schaffen konnte... joggt 3x die Woche, trainiert einsam im Dojo und lässt sich lustige Sachen einfallen. Sicher habt Ihr schon mitbekommen, dass sie täglich einen Post über Facebook, Instagram und Whatsapp- Status absetzt. Wir sind schon ganz gespannt, wer von Euch die Ideen umgesetzt hat. Einige Rückmeldungen gab es schon. Interessanterweise auch von Kollegen und Freunden oder Menschen, die gar nichts mit der Kampfkunst zu tun haben. Wie schön!

Sia hat in der Zwischenzeit eine neue Bilderleiste installiert. Sie sieht super aus und hat viel mehr Platz für unsere Trainer und Fortgeschrittenen.

Katarzyna poliert das Dojo auf Hochglanz, damit alles zum Wiedereinstieg bereit ist.

Natürlich halten wir uns auf dem neusten Stand, um bald wieder für Euch da sein zu können. Falls der ein oder andere schon mal überlegt hat, ob wir nicht heimlich... ja, haben wir schon dran gedacht, aber das kostet uns dann mal eben 25.000 € Strafe und jeden Teilnehmer 250,- €. Das muss ich jetzt nicht weiter erklären, oder?

Nichtsdestotrotz arbeiten wir gerade daran eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen. Die Bedingungen lt. Arbeitsschutzverordnung können wir mit einiger Umstellung erfüllen, so dass wir zumindest den Versuch dazu wagen wollen. Sobald es etwas Neues gibt, erfahrt Ihr es.

Im Übrigen seid Ihr die Besten! Die tolle Unterstützung, die wir mental, aber auch finanziell von Euch bekommen, ist einfach umwerfend. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön!

Wenn ich im Unterricht gesagt habe, dass Euer Beitrag für das Dach über dem Kopf da ist, dann hat das vielleicht manch einer nicht geglaubt- aber es ist Realität. Nur mit Eurer Unterstützung können wir das NIBUKAI erhalten! Ihr sichert unser Dojo, den Arbeitsplatz von Katarzyna und kommt für Versicherungen und Nebenkosten auf.

Wir, Gabi und Christian, bekommen kein Honorar.

Deshalb bitten wir Euch, wenn es Euch möglich ist, das Dojo weiterhin zu unterstützen. Wenn Ihr selbst von den Corona- Einschränkungen betroffen seid, schreibt uns bitte an mail@nibukai.de oder ruft uns an, damit wir Euch aus der Buchung nehmen können. Gemeinsam überstehen wir diese Situation.

Wir hoffen, dass Ihr bei guter Gesundheit seid und freuen uns immer, von Euch zu hören oder zu lesen.

Bleibt gesund!
Gabi und Christian

Wiesbaden, 24.04.2020
 
 

Auf ein Wort zu Kampfkunst und Kultur

Warum finden im NIBUKAI so viele Events statt, die nichts mit der Kampfkunst zu tun haben?



Haben sie das wirklich nicht?

Wenn wir uns mit asiatischen Kampfkünsten beschäftigen, so liegt nicht nur das Bedürfnis nach Sicherheit oder Fitness zugrunde. Etliche Mitglieder lernen "aus Spaß" japanisch, koreanisch oder chinesisch. Sie setzen sich intensiv mit der Geschichte Asiens auseinander oder haben Freude an Cosplay oder Waffen.
Kultur in Form von Gedichten, Musik, Oper oder Tanz, Kalligraphie und Malerei waren auch früher schon Begleiter der Krieger. Sie bildeten damals wie heute einen Kontrapunkt zum Kämpfen und verhinderten das Verrohen der Menschen. Zeigten ihnen, dass es etwas Schönes im Leben gibt, für das es sich zu leben und kämpfen lohnt.
Zudem fördert Kultur die Tugenden, die auch heute noch von Bedeutung sind und unseres Erachtens nach weiterhin gepflegt und verbreitet werden müssen, u.a. Respekt, Höflichkeit, Aufrichtigkeit, Mut, Loyalität, Standhaftigkeit, Menschlichkeit und Herzenswärme.
Bitte unterschätzt nicht die Wirkung von Musik und Malerei auf die Seele. Ohne Worte berühren sie Euer Herz und verschaffen Euch die Möglichkeit, in eine andere Dimension des Verstehens zu gelangen. Sie schließen nicht das ernsthafte Training aus, sondern ergänzen es sinnvoll und führen Euch auf den Weg, der weit mehr als Techniktraining enthält.

Gabriele Freyberg
Wiesbaden, Juni 2019
 
 

Auf ein Wort zu Anfang und Ende

 

"Willkommen" und "Leb wohl"


In unserer Gesellschaft ist es sonderbar. Eine Willkommenskultur ist vorhanden. Eine Abschiedskultur nicht. Das merken wir auch im Dojo. Mit Begeisterung wird angefangen, aber viele schleichen sich raus, wenn sie nicht mehr trainieren möchten. Es geht auch anders, was von einigen Mitgliedern bewiesen wurde. Auch das muss man trainieren: Sich gut zu verhalten, auch wenn man geht.

"In der Art, wie Du Dich verabschiedest, zeigt sich Dein wahrer Geist. Nicht was Du zum Abschied sagst. Wie Du Dich danach verhältst, charaktierisiert Dein Herz."

Gabriele Freyberg
Wiesbaden, April 2018

 

Auf ein Wort zum Datenschutz


Liebe Mitglieder,


am 25. Mai 2018 tritt die Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Mit dieser europäischen Verordnung werden europaweit einheitlich hohe Standards für den Datenschutz durch Unternehmen und Behörden eingeführt. Wir legen bei NIBUKAI größten Wert auf den Schutz der uns von Euch anvertrauten Daten. Wir werden Eure Daten – wie auch in der Vergangenheit – weiterhin sorgfältig und nach den geltenden datenschutzrechtlichen Sicherheitsstandards verwahren und nur für die Mitgliederverwaltung verarbeiten. Nähere Informationen findet Ihr in unseren Datenschutzhinweisen, auf www.nibukai.de oder am Aushang.

Wir danken Euch als Mitglieder für das Vertrauen, das Ihr uns entgegenbringen.

Solltet Ihr Fragen zu den über Euch gespeicherten Daten und deren Verwendung sowie zu Euren Rechten haben, wendet Euch gerne an mail@nibukai.de oder fragt Gabi.

Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft mit Euch sicher und mit Spaß zu trainieren.


Herzlichst,
Euer NIBUKAI - Team

 

Auf ein Wort zum Training


Wir sind nicht Mann oder Frau, wir sind Mitmenschen und Krieger


Als Sensei ist für mich ein wichtiger Aspekt der Kampfkunst, dass sie für den Menschen da ist und individuell funktionieren muss. Unabhängig von Alter und Geschlecht, sowie von persönlichen Fähigkeiten. Die Aufgabe des Trainings muss sein Menschen, die sich verteidigen wollen, in die Lage dazu zu versetzen.
 

Was wir tun muss Spaß machen und funktionieren
 

Wenn z.B. Jiu- Jitsu als Gymnastik in der Neuzeit in Japan wiederbelebt wurde, weil die kriegerische Notwendigkeit dazu nicht mehr gegeben war, so sind heute nochmals andere Anforderungen vorhanden, die eine regelmäßige Überprüfung notwendig machen. Der gesundheitliche Aspekt gewinnt zunehmend an Bedeutung. Wurde in den 70ern und 80ern des 20. Jahrhunderts vor allem spektakuläre Dinge geübt und an die Grenzen des Machbaren gegangen, so nehmen wir heutzutage wahr, dass sich die Lebenswirklichkeit der Trainierenden verändert hat. Es ist gesellschaftlich nicht angesehen, z.B. mit einem blauen Auge oder einer „zerschlagenen“ Hand ins Büro zu kommen. Sinn und Nutzen von Bruchtests mit dem Kopf werden mehr denn je angezweifelt.

Trotzdem lehne ich es ab „etwas völlig Neues“ zu erschaffen. In Anbetracht der bereits vorhandenen Techniken und Stile halte ich das für überflüssig und schöpfe dafür aus dem, was bereits fundiert erprobt und von hervorragenden Lehrern übermittelt wurde.
 

Du musst nicht können, aber lernen


Natürlich wird Kampfkunst nie für jeden geeignet sein. Aber das gilt für alle Sportarten und anderen Bereiche des Lebens auch. Wenn jemand am Unterricht teilnehmen möchte, so ist das in der Regel unkompliziert machbar. Es wäre schlimm, wenn ein interessierter Mensch schon besondere Fähigkeiten mitbringen müsste um hier lernen zu können. Die persönlichen Grenzen werden respektiert, verschieben sich aber auch im Laufe der Zeit durch das Üben.

Die Grundvoraussetzung, die tatsächlich unabdingbar nötig ist, ist Beharrlichkeit.

Gabriele Freyberg, nach 38 „Matten- Jahren“
Wiesbaden, Mai 2015